Große Resonanz beim SPD-Online-Dialog über die aktuelle Situation im ÖPNV

Pressemitteilung

Lösungsorientierte Diskussion mit Trandev- und VRM-Verantwortlichen

 

Insgesamt 49 Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten am 20. Januar zwei Stunden über die aktuelle Situation im öffentlichen Personennahverkehr im Kreis Mayen-Koblenz. Dass der Einladung der SPD Mayen-Koblenz und der SPD-Kreistagsfraktion so viele Menschen gefolgt seien, zeige, wie sehr die Problematik die Bürgerinnen und Bürger umtreibe, waren sich die beiden Initiatoren des Online-Dialogs Oberbürgermeister Achim Hütten, Vorsitzender der Kreistagsfraktion, und Marc Ruland, Generalsekretär der SPD Rheinland-Pfalz und Kreisvorsitzender, einig.

Neben Stephan Pauly, Geschäftsführer der Verkehrsverbund Rhein-Mosel GmbH, stellte sich auch Henrik Behrens, Geschäftsführer der Transdev GmbH, den zahlreichen Fragen und Unmutsbekundungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Der neue Betreiber entschuldigte sich vor allem für den unzureichend funktionierenden Schülerverkehr der vergangenen Wochen. Er sei selbst sehr unzufrieden mit der Situation undwisse, dass das größte deutsche Busunternehmen einen wenig professionellen Eindruck hinterlassen habe, merkte Behrens selbstkritisch an. Er versprach, dass das Unternehmen mit Hochdruck an Verbesserungen undOptimierungen arbeite. Priorität habe dabei der Schülerverkehr. Pauly äußerte sich in seiner Rolle als Chef des Planungsunternehmens für acht Landkreise und die Stadt Koblenz „sehr unzufrieden“ mit der Leistung derTransdev. In seinen 25 Dienstjahren sei diese die „qualitativ schlechteste Inbetriebnahme“ gewesen, die er erlebt habe. Insgesamt hätten die VRM bisher mehr als 800 Beschwerden aus der Bevölkerung erreicht. Manhabe den Landesbetrieb Mobilität als zuständige Aufsichtsbehörde einschalten müssen und erwäge weitere zivil- und öffentlich-rechtliche Schritte.

Sein negatives Bild spiegelte sich auch in den vielen Wortmeldungen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wider. Die Beschwerdeliste über Missstände von Eltern und Fahrgästen seit dem Fahrplanwechsel am 12. Dezember war lang. Sie reichte von Verspätungen, Bus-Ausfällen und teilweise leeren Bussen über die gefährliche Fahrweise der Busfahrer, zahlreiche Unfälle, in Türen eingeklemmte Kinder, mangelnde Erstattung von versprochenen Taxi- und Fahrtkosten, provisorische Haltestelleninfrastruktur und fehlende Fahrpläne bis hin zu ortsunkundigen und der deutschen Sprache nicht mächtigen Fahrer. Auch hier versprach Behrens, schnellstmöglich Abhilfe zu schaffen. Das Unternehmen seidabei, den Berg Schritt für Schritt abzuarbeiten. „Wir müssen besser werden!“, gestand er sich ein und betonte, dass Sicherheit nicht verhandelbar sei. Das verlorengegangene Vertrauen werde man sich nach und nach wieder erarbeiten müssen.

 

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